Jens @ Amerikas Vorort der Sonntags zu hat

28 05 2009

oder auch wie kriegt man 5 Kerle in einen Ford Focus? Ganz einfach, man verspricht ihnen ein wunderbares und spannendes Wochenende in Kanada. Da es viel zu erzählen gibt hab ich mir überlegt den Trip auf mehrere Einträge aufzuteilen.

Heute, die Fahrt. Um 13 Uhr war Treffpunkt. Endlich war ein langes Wochenende, mein erstes um genau zu sein und das sollte gebührend genutzt werden. Also wurde geplant, geplant und nochmal geplant und endlich stand alles fest. Die Hotels gebucht, das Auto reserviert doch wie es so läuft im Leben klappt nicht immer alles.

Doch von Anfang an. Wir hatten uns folgende Tour ausgedacht:

1. Freitag Mittag Abfahrt

2. Um ca. 18 Uhr den Mietwagen abholen (man muss sagen das wir nicht mit unseren Autos über die Grenze dürfen)

3. Gegen 20 Uhr die Niagarafälle erreichen

4. Sightseeing und Abend genießen

5. Morgens nochmal an die Fälle

6. Gegen Mittag nach Toronto

7. 1 1/2 Tage in Toronto und am frühen Montag wieder nach Hause

So weit so gut, sollte man sich denken. Das nicht alles so unbedingt klappen würde wurde befürchtet aber ignoriert.

Es wurde sich also um 13 Uhr getroffen und entschieden die Fahrt in Dominiks Focus anzutreten. Nicht das weltgrößte Auto aber für die knapp 6 Stunden Fahrt sollte das kein Problem sein und sehr spritsparend. Jawoll, bei fast 2.50$ pro Gallone muss gespart werden. Das kann sich ja keiner mehr leisten :-).

Aber zurück zu der nicht so langen Fahrt.

WEIT GEFEHLT :-).

Gut gelaunt ging es los und die ersten, na sagen wir 2 Stunden lief es auch. Dann allerdings kam der erste Stau. 2 Spuren wurden auf eine verengt und schon stand man. Und stand. Und stand. Achja, ein wenig rollen war auch dabei.

Nachdem dieser passiert wurde trat Oleg gehörig aufs Gas um die verlorene Zeit wieder einzuholen. Dank Navi sahen wir auch schön wie sich die geplante Ankunftszeit zu unseren Gunsten veränderte. Jep, knappe 45 Minuten Puffer. Das sollte doch mit dem Teufel zugehen wenn, ja wenn nicht plötzlich der zweite Stau aufgetaucht wäre.

Gleiches Spiel wie vorher, stehen, rollen, stehen und der Puffer verschwand schneller als Mission to Marzipaneis in meinem Mund. Wieder diese blöde Baustelle auf der, wie sollte es auch anders sein kein einziger Bauarbeiter zu sehen war. Ich wittere eine Verschwörung.

Also nach dem passieren der Baustelle wieder die Kolben tanzen und die Reifen quietschen lassen und ein wenig Zeit reingefahren. Ha, noch 30 Minuten Puffer. Da sollte es doch mit dem Teufel zugehen wenn ….. Verdammt, wo kommen die Baustellen her.

Langsam aber sicher war es doch etwas eng und es wurde beschlossen bei der Autovermietung anzurufen und mitzuteilen das wir vielleicht doch ein klitzeklein wenig später ankommen würden. So 10 Minuten.

Es könnte so schön sein, Ein Anruf, klar wir lassen die Filiale kurz länger auf, 10 Minuten sind ja nicht die Welt und dann kriegen sie ihren Mietwagen. Wirklich, kein Problem, das ist bei uns Kundenservice. Machen wir gerne. Sie sind ja auch so nette Praktikanten.

Statt dessen – Nö, geht nicht um Punkt 6 fahren die Computer runter und dann geht hier nix mehr.

BITTE? Klar, die Rechner werden von der bösen, bösen Enterprise Zentrale per remote runtergefahren und dann wird auch automatisch die Tür versperrt und die Selbstschussanlagen werden scharf gemacht und wehe man kommt auf das Gelände. Das Ende vom Lied, der Mietwagen war weg und wir immer noch im Focus unterwegs. 10 Minuten haben am Ende gefehlt.

Also die Handys gezückt und andere Mietwagenfirmen in der Gegend abtelefoniert doch anscheinend hat wohl jeder Amerikaner sich an diesem Wochenende einen Wagen gemietet. Nichts mehr. Nada. Ich bring jetzt nicht den Vergleich mit einem leeren Marzipaneisbecher aber genau so viel war noch übrig.

Was tun? Es wurde auch langsam immer später. Buffalo, Flughafen. Da muss es doch noch Autos geben. Gesagt, getan und ab.

Aber nicht ohne erstmal eine Kleinigkeit auf den Schreck zu essen denn wie jeder weiss, Essen ist gut!

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Also gut, weiter gehts. Die Fahrt zum Flughafen verlief dann auch recht unspektakulär wenn man davon absieht das ein Focus echt nicht für 5 Erwachsene gemacht ist. Und keine Kopfstützen ;-). Egal, es war dann auch schon 10 als wir am Flughafen ankamen und zu den Autovermietungen gestürzt sind. Hertz, keine Autos, Vermietung deren Namen ich vergessen habe, keine Autos aber ALAMO – und ich sage es zu Werbezwecken gerne noch einmal – ALAMO hatte noch 2, ganze 2 Autos. Premium, scheisse teuer aber Autos. Fahrbare Untersätze mit denen wir die Grenze überqueren durften.

Endlich, finally, es war geschafft. Und das bekamen wir für unser Geld:

CIMG1541 Kia Amairgendwas, sieht fast aus wie ein Benz, Klimaautomatik, schön viele PS und richtig angenehm zu fahren. Da machen auch die 20 Miles per Gallon nichts aus. Achja, unser Deal mit Autoparken bei Enterprise war ja auch im Arsch, also Long Term Parking am Flughafen – die Urlaubskasse schwand wie Mission to Marz….. lassen wir das :-).

Jetzt sollte man denken, wenn soviel schon passiert ist wurde es an der Grenze bestimmt kritisch aber denkste -  der Grenzbeamte zeigte sich nur kurz interessiert und kurze Zeit später hatten wir unsere Stempel in den Pässen und der Weg war frei. Kanada wir kommen. Das Hotel – besser Motel – war knappe 5 Minuten von der Grenze entfernt und um kurz nach 12, nach mehr als 11 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Die Niagarafälle.

CIMG1545CIMG1542  CIMG1543 CIMG1544

Dieses war der erste Streich und der zweite folgt sogleich :-). Morgen gibt es einen kleinen Erfahrungsbericht über Wasserfälle und nassen Wassernebel.

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2 responses

28 05 2009
Mama

Das fängt ja gut an, ihr 5 tut mir richtig leid.
Hab aber trotzdem Tränen gelacht und freu mich auf die nächsten Berichte.
LG Mama

28 05 2009
Britta

dito. ich liebe Mission to Marzipan 🙂

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