Jens @ Washington II

8 07 2009

Der erste Tag war also vollbracht. Man hatte das volle Touristenprogramm durchgezogen und abends noch schön gegessen. Irgendwann um halb 1 viel man dann tot müde ins Bett und nach viel zu wenig schlaf klingelte der Wecker dann pünktlich um 8.

Das musste auch so sein denn um 11:30 sollte die Geburtstagsparade losgehen und die sollte natürlich nicht verpasst werden. Also ab zum nächsten Dunkin Donuts und eine kleine Stärkung geholt und schon ging es wieder in Richtung Washington Innenstadt.

Diese war, wider allen Erwartungen nicht wirklich vollgestopft mit Menschen und so konnte man bequem von A nach B und dann nach C usw. laufen. Alles kein Problem. Da wir noch eine gute Stunde bis zum Beginn der Parade hatten wurde kurzerhand beschlossen die leeren Geldbeutel mit Geld und die Mägen mit Kaffee zu füllen. Alles kein Problem und jetzt ratet mal wem ich auf dem Weg zum Starbucks über den Weg gelaufen bin?

Richtig, Barack ;-).

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Er war leider nicht sehr gesprächig aber egal :-).

Schnell ein Foto gemacht und weiter ging es. Natürlich darf die Washington Times auch nicht fehlen, man will ja schließlich auf dem laufenden bleiben.

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Ca. 10 Minuten bevor die Parade losgehen sollte fand man sich auch an der Strecke ein und konnte einen perfekten Platz ergattern. Da der Ami an sich ja nicht kleckert sondern eher klotzt wurden hier die Straßen nicht mit handelsüblichen Straßensperren blockiert sondern man nimmt auch schon mal 2 Linienbussen und stellt diese quer auf die Straße.

Vor genau solch einem Bus konnten wir einen kleinen freien Fleck ergattern und es uns bequem machen.

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Problematisch und das sollte ich später feststellen war, dass wir mitten in der prallen Mittagssonne saßen. Natürlich ohne sich das Gesicht einzucremen aber dafür mit Sonnenbrille. Das Ergebnis ist nun Hummerfarbe im Gesicht mit weißen Rändern um die Augen und einen weiss-braun Farbübergang an den Oberarmen der jeden Profiradfahrer vor Neid erblassen lassen würde – Fotos gibt es davon NICHT und das wird auch so bleiben ;-).

Aber was soll ich sagen – es hat aufgehört zu brennen :-).

Zurück zur Parade. Natürlich ist die Army, Navy und was weiß ich vertreten, aufgelockert von den Marschkapellen der umliegenden Schulen und natürlich dürfen auch die verschiedenen Nationen welche hier ansässig sind nicht fehlen.

Warum ich allerdings keine einzige Europäische Nation gesehen habe verstehe ich nicht. Man hat mir erzählt das jeder mitmachen könne wenn man sich nur darum kümmert und sich anmeldet. Also nen wirklichen Grund finde ich hierbei nicht. Aber egal. Nach guten 2 Stunden oder so war es dann auch rum und gleich darauf ging es weiter.

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Die Blase welche ich mir am vorangegangenen Tag gelaufen hatte schwoll auf die Größe  von Texas an. Zähne zusammen beissen und zurück zu “the mall”. Wie gestern erwähnt tummeln sich ordentlich viele Museen und eines davon war das “air and space museum” welches wir dann auch aufsuchten. Schön klimatisiert was bei gut 30 Grad und Sonne eine nette Abwechslung war und höllisch interessant.

Für jemanden der in Physik jetzt nicht die totale Leuchte ist – nein, sind wir ehrlich ich war sau schlecht und werde es wohl nie kapieren, sind Flugzeuge und Raumschiffe unverständliche Dinger und so war ich umso gespannter mir die Sachen mal aus der nähe anzuschauen.

Raumsonden, halbe Flugzeuge und sogar ein Cockpit welches vollautomatisch die Hebel bewegen konnte und einen Landeanflug simulierte. Na, wenn das nichts ist! Alles schön erklärt und ebenfalls die Entwicklung der Flugzeuge von den ersten Holzkisten bis zu den heutigen Maschinen war zu verfolgen.

Faszinierend.

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Nach guten 2 Stunden sammelten wir uns am Ausgang um uns auf den Weg in Richtung Monument zu machen denn von dort aus sollte man einen recht guten Blick auf das Feuerwerk haben. Nicht allerdings ohne uns bei CVS mit Eis und Getränken einzudecken – man darf ja nicht vom Fleisch fallen.

By the way. Edys Butterfinger Ice Cream ist ja mal echt nicht von schlechten Eltern und kostet grad mal die Hälfte von einer Packung Ben & Jerrys obwohl da nichts dran kommt. Ja, man kann wohl ein Butterfingermuster erkennen :-).

Also, Sachen gekauft und ab zurück in Richtung Monument. Der komplette Platz um das Monument war eingezäunt und nur über Sicherheitsschleusen zu erreichen und dabei entdeckten wir ein wunderbares Beispiel für Massendynamik. Keine Ahnung woran das liegt aber bei einer Schleuse stand eine knapp 20 Meter lange Schlange während an einer nur ca. 10 Meter entfernten Schleuse man fast ungehindert bis zu den Sicherheitsbeamten durchgehen konnte. Warum das keiner kapiert hat bleibt mir ebenfalls ein Rätsel.

Das gleiche Verhalten, so wurde mir berichtet fand man später auch vor den Toilettenhäuschen. Am ersten 20 Menschen in der Schlange, am zweiten noch 10 und so ging es dann abwärts bis am Ende mehrere Häuschen unbenutzt standen.

Ich habe dieses Verhalten leider nicht verifizieren können – als ich ging war vor jedem verdammten Häuschen eine Schlange.

Okay, wir also ab zum Monument und auf die Wiese gesetzt. Noch gut 45 Minuten bis zum Feuerwerk. Mein Eisbecher hat das Spektakel leider nicht mehr erleben dürfen´- ich war schneller ;-).

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Pünktlich um kurz nach 9 ging es los, die erste Rakete zischte in Richtung Himmel und die Druckwelle ließ den Magen zittern. Das erste Feuerwerk das man nicht nur sehen und hören konnte sondern auch richtig gespürt hat. Was da hochgefeuert wurde war der absolute Wahnsinn! Farben, Sternenregen, mehr Farben und so weiter. Leider werde ich ab jetzt jedes Feuerwerk an diesem messen und da werden die anderen ordentlich was abfeuern müssen.

Das größte, beeindruckendste und grandioseste was ich an Feuerwerk gesehen habe. Nicht zu erwähnen das ich aus der Gänsehaut nicht mehr herausgekommen bin :-).

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Nach knapp 20 Minuten war es dann leider, leider auch schon wieder vorbei und wir machten uns auf den Weg in Richtung Auto. Da wir nicht mit der Metro fahren wollten beschlossen wir uns auf den langen und beschwerlichen Fussweg zu machen. Meine Blase hatte zu diesem Zeitpunkt die Größe der Nordhalbkugel der Erde.

Die tausenden Sperrzonen machten die Sache nicht wirklich einfacher und so dehnte sich der Weg auf mehrere gefühlte hunderttausendmillionen Kilometer. Endlich hatte man das Auto erreicht und jetzt kommt ein Punkt über den ich hier in diesem Land wohl nie hinwegkommen werde.

Geplant war den Abend bei einem kühlen Bierchen im Hotel ausklingen zu lassen. Duschen, vielleicht noch kurz in den Pool und dann ab in die Federn. Soweit so gut, ausgetrockneter als ein Grashalm in der Sahara ging es mit dem Auto in Richtung Arlington Stadtzentrum denn uns wurde gesagt eine Kneipe würde dort auch Bier verkaufen. Nachdem wir fündig geworden sind wurden wir allerdings enttäuscht. Kein Bier zu verkaufen allerdings hätte die nahegelegene CVS Filiale noch welches.

Um 5 Minuten nach Mitternacht wurde der Laden betreten und tatsächlich – da stand Bier in den Kühlschränken. Kalter Hopfensaft der nur darauf wartete getrunken zu werden. Also das kalte Gold an die Brust gepresst und ab in Richtung Kasse.

Ich: Hihihi,  I get the beer.

Er: Sorry, no beer after 12.

Ich: What?

Er: No beer after 12!

Ich: WHAT? *leicht kreischend*

Er: Sorry, it´s the law

Ich: Please *leichtes zittern in der Stimme und wackelnde Oberlippe*

Er: Sorry can´t do it – the system will not allow it.

Ich: *Tränen*

5 Minuten. Himmerhergottsakramentundzugenäht. Naja, es ging also ohne Bier zurück ins Hotel.

Morgen folgt der Abschluss mit dem Besuch im Arlington Friedhof und dem zweiten “air and space museum” sowie dem Versuch in das Pentagon einzudringen 🙂

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One response

8 07 2009
Dad

Oh ihr Armen!!!
Na wenigstens etwas ist in good old Germany besser 😉

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