Jens und das Gesundheitssystem

25 07 2009

Wie im vorherigen Beitrag beschrieben hatte ich mir also einen Sonnenbrand zugezogen. Nachdem das ja an sich nichts lebensbedrohliches ist wollte ich erst einmal abwarten.

Nachdem es allerdings Dienstag Abend um kein Stückchen besser geworden war beschloss ich doch einen Arzt aufzusuchen. Meine Krankenversicherung schloss ich über die Visaorganisation ab.

Schnell mal auf die Seite gesurft und nach Hautärzten in der Gegend gesucht. Ganze 3(!) Stück habe ich gefunden, welche meine Krankenkasse akzeptieren würde.

Einer davon spricht nur Spanisch, der andere nur Französisch. Bleibt also nur 1 Arzt im ganzen Umkreis übrig. Da dieser allerdings keine Sprechstunde mehr hatte beschloss ich die nächste Apotheke aufzusuchen um mich dort vielleicht ein wenig beraten zu lassen.

Gesagt getan, nach der Arbeit also zu CVS. Ein wenig durch die Regal geschlendert und da sah ich doch tatsächlich den Raum der “one minute clinic”. Eine nette ältere Frau saß dort über ihrem Papierkram und so fackelte ich nicht lange, klopfte und trat ein.

Nachdem ich ihr kurz mein Problem geschildert hatte kam die unausweichliche Frage nach der Krankenversicherung. Ich also mein Kärtchen gezückt und dann kam natürlich auch die unausweichliche Antwort:

“Sorry, we don´t accept this insurance. We´re not networking with them.”

Das hatte gesessen. Also keine Behandlung für mich. Jedenfalls nicht wenn ich nicht bereit wäre alles aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Glücklicherweise gibt es noch nette Menschen (vielleicht hat auch mein gepeinigter Gesichtsausdruck dazu beigetragen) und so beschloss die Ärztin sich meinen Rücken doch einmal genauer anzusehen.

Etwas, das man nicht hören will wenn ein Arzt hinter einem steht und sich das Dilemma aus der Nähe ansieht sind Sachen wie “Ooooooh”, “Ouch” oder “this must hurt”. Naja, so geschehen :-).

Es wurde allerdings noch besser. Um nicht noch knappe 60$ für eine Creme ausgeben zu müssen marschierte die nette Frau mit mir noch knappe 5 Minuten durch die Regale und gab mir einige billige Cremes und Mittelchen mit denen ich das Übel wenigstens ein bisschen in Grenzen halten konnte.

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One response

27 07 2009
Mama

Niemals wieder werde ich mich über’s deutsche Gesundheitssystem beschweren, versprochen!

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